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Gartenreise 2018: Kunstwerk im Einklang mit der Natur - Garten von Fenna Graf in Ascheberg

25.07.2018

Es gibt Gärten, die sprechen zu mir. Sie erzählen mir schon an Eingang vom Wesen ihrer Bewohner, von ihrem Geschmack, den sozialen Verhältnissen, in denen sie leben, und ihrer Beziehung zu Natur und Natürlichkeit. Sie geben ein Bild von Gewohnheiten und Vorlieben, manchmal auch von ihrer Geschichte. Welche Pflanzen verwendet werden und wie, welche Gartenräume gestaltet wurden und wie sie ausgestattet sind. Ob es Wasser gibt und wie es eingebunden ist. Die Sitzplätze, der Kräuter- und Gemüsegarten, ein Kompostplatz. Blütenfülle für Insekten, Unterschlupf und Nahrung für Vögel, Igel und Co. Das alles spricht eine eindeutige Sprache.

Genau das habe ich im Garten von Fenna Graf erlebt. Großzügig in jeder Weise hat die Besitzerin gestaltet. Üppige Blütenbälle der Hydrangea (Hortensie) ‚Annabelle‘ und vieler weiterer Arten finden sich fast überall, ein ganzes Feld von Kerzenknöterich, eine beeindruckende Sammlung von Hostas, offenbar jahrzehntealt, dazwischen unterschiedliche Plätze zum Verweilen, Staunen, Ausruhen. Das flach wachsende Spanische Gänseblümchen in seiner Zartheit ist dabei genauso wichtig wie Fenchel und Gräser, die in die Höhe streben. Dichte Polster von vielfältigen Sedum-Arten bedecken den Boden flächig. Oppulent bepflanzt sind nicht zuletzt Kübel und Tröge in großer Anzahl. Es gibt drei Teiche, die organisch mit der Gartenanlage verschmelzen, teils natürlich belassen, teils geometrisch-modern geformt.

Kunstvoll geplant ist der Einsatz von Stauden, Gräsern und Gehölzen. Kräftige Farben sind eher selten. Neben dem Grün in allen möglichen Schattierungen beherrschen Weiß, Creme und zartere Farben das Bild. Dazu passen die Gartenmöbel vor allem aus Holz, die Skulpturen, die den Besucher beim Rundgang überraschen, und die eher dezent farbigen Pflanzgefäße. Das wunderschöne alt-ehrwürdige reetgedeckte Haus als Zentrum ist Teil des Ganzen und muss doch aus mancher Sicht hinter der Pracht der Pflanzen zurücktreten.

Diesen Garten habe ich in seiner Gesamtheit als ein großes Kunstwerk verstanden. Ein Kunstwerk, das im Einklang mit der Natur entstanden ist. (Text/Fotos: Kirsten Große)

(Weitere Berichte und die dazugehörigen Fotoserien von der Gartenreise 2018 finden sich unter "Erlebt und erfahren" sowie  in der Galerie)

 

Foto: Fenna Graf (rechts) führte die Reisegruppe durch ihren Garten. Foto: Kirsten Große

Fotoserien zu der Meldung


Gartenreise der Rosenfreunde 2018: Garten von Fenna Graf in Ascheberg (25.07.2018)

 
Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde e.V.