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MAZ berichtet: Rosentaufe zum Fontanejahr

18.02.2019

 

"Sie sind zwar nicht mit allen Wassern gewaschen, haben aber Erfahrung mit der Rosentaufe. Denn die Mitglieder der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde, Freundeskreis Wittstock, erlebten im Mai 2015 mit der Taufe der Wittstockrose „Rosa Wizoka“ einen Höhepunkt in ihrer Arbeit. Nun steht eine weitere Rosentaufe bevor.

 

 

 

 

Am Freitag, 24. Mai, um 13 Uhr soll eine Rose zum Fontanejahr getauft werden. Der Tempelgarten in Neuruppin bildet dafür die Kulisse. Dabei schlagen die Wittstocker Rosenfreunde einen Bogen von der Landesgartenschau (Laga) in der Dossestadt nach Neuruppin zu Fontane 200. „Wir wollen mit dieser Rosentaufe auf die Verbundenheit von Wittstock und Neuruppin hinweisen“, sagt Rainer Kröger, Vorsitzender der Wittstocker Rosenfreunde. Dabei wird sich der Name der Rose natürlich auf das Fontanejahr und den 200. Geburtstag von Theodor Fontane beziehen. Auch wenn der Rosenname schon bekannt ist, soll dieser in der großen Öffentlichkeit noch keine Kreise ziehen.

Die Idee für die Rosentaufe im Fontanejahr geht auf eine Initiative der Wittstocker Rosenfreunde zurück.

Verbindung von Laga und Fontane 200

„Im Februar vergangenen Jahres haben wir den beiden Landräten aus Prignitz und Ostprignitz-Ruppin sowie den Bürgermeistern von Wittstock und Neuruppin unser Konzept vorgestellt“, sagt Rainer Kröger. „Das ist doch eine ideale Verbindung zwischen der Laga und Fontane 200“, so Kröger.

Ursprünglich planten die Rosenfreunde, im Zuge der Laga eine zweite Rose für Wittstock zu taufen. Doch diese Idee wurde wieder verworfen und dann nahm das neue Projekt Konturen an. „Als Rosenfreunde brennen wir dafür.“

Hinter der Neuzüchtung für Neuruppin verbirgt sich eine Rosenschönheit vom Rosenzuchtbetrieb Rosen Tantau aus Uetersen. Die halbgefüllten Blüten dieser Rose blühen zahlreich in leuchtendem Orange. Die Kronblätter sind ausgesprochen fest und die Blüten daher regenunempfindlich. Die Beetrose bringt viele Triebe und wächst dadurch buschig und kompakt.

Busch- und Containerpflanze

Die Wuchshöhe liegt bei 70 bis 100 Zentimetern. Sie ist lieferbar als Busch- und Containerpflanze und eignet sich für Beete, Kübel und Mischbepflanzungen.

Die Rosenzucht dauert zwischen sieben und zehn Jahren. Aus gut 100 000 Sämlingen werden einige Exemplare selektiert. Dann beginnt das aufwändige Zuchtverfahren. Seit drei Jahren existiert nun schon die Rose für die Fontanestadt. „Bereits in diesem Jahr wird sie im Katalog von Rosen Tantau angeboten“, so Rainer Kröger.

Rosenkönigin und Fontane Hand in Hand

Bei der Rosentaufe am 24. Mai arbeiten Tanja I, die Wittstocker Rosenkönigin, und die Figur von Theodor Fontane Hand in Hand. Jens Krüger, Züchtungsleiter bei Rosen Tantau, ist Züchter der Neuruppiner Rose. Er wird die Festrede halten.

Rosen Tantau ist bekannt für seine Namenrosen, wie etwa die Martin-Luther-Rose“, sagt Kröger. Mit dem Wasser aus der Dosse und dem Ruppiner See soll die Taufe vollzogen werden.

Anschließend fährt die Festgesellschaft mit Exemplaren der Rose im Regionalexpress (RE) 6 von der Fontane- in die Dossestadt. „In der Blumenhalle am Wittstocker Bahnhof wird die Rose an die Laga 

übergeben“, so Rainer Kröger.

Von Christamaria Ruch (Märkische Allgemeine)

 

Foto: Die orangefarbene Rose zum Fontanejahr wird in Neuruppin getauft. Quelle: Rosen Tantau

 
Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde e.V.