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MAZ berichtete: Ein Rundgang durch den Garten von Ines Lehmann zeigt die prächtige Blütenschönheit

28.09.2019

Bis zum 30. September können sich Rosenliebhaber bei der Stadt Wittstock melden

Von Christamaria Ruch

Wittstock/Blesendorf. Das Projekt „Rosen zwischen Dosse und Glinze“ der Stadt Wittstock erreicht am Montag, 30. September, die Ziellinie. Bis dahin können Interessenten aus Wittstock und den Ortsteilen Rosensorten bei der Stadtverwaltung bestellen. Das gilt auch für die „Theodor-Fontane-Rose“.

14 Rosenliebhaber haben im Frühjahr an 19 Standorten 30 Rosen gepflanzt. Dabei arbeiten die Mitglieder der Wittstocker Rosenfreunde mit der Stadt Wittstock zusammen. Bei der Fontane-Rose sind jetzt schon 100 Exemplare vorbestellt. „Mit allen Aktionen steigt auch die Popularität der Rosen“, sagt Ines Lehmann von den Rosenfreunden.

Auch beim Rundgang durch Ines Lehmanns Garten in Blesendorf fällt die Schönheit und Vielfalt der Rosen auf. 150 Sorten aus vielen Rosengruppen gedeihen dort und entfalten bis weit in den Herbst hinein ihre Pracht. Rosen bilden bis zu vier Blütenflore, blühen bis zum ersten Frost, und wenn sich die Hagebutten entwickeln, kommen weitere Akzente ins Spiel.

Schon vor Ines Lehmanns Haus zieht die Strauchrose „Black Forest“ (Schwarzwald) die Blicke auf sich. „Die ist gartentauglich, bildet drei bis vier Flore und ein Trieb sieht fast aus wie ein ganzer Strauß“, sagt Ines Lehmann. Bei dieser rot blühenden Sorte handelt es sich um eine sehr wuchsfreudige und gesunde Rose, ähnlich wie die Wittstock-Rose „Rosa Wizoka“. Die Strauchrose „Bukavu“ setzt sich ebenfalls noch in Szene und zieht mit ihren einfachen Blüten in Rosa und weißer Mitte die Blicke auf sich.

Die Teehybdride „Ashley“ befindet sich in einer Testphase bei Ines Lehmann, wie sie erklärt. Diese Edelrose strahlt in einem satten Rosa und entwickelt eine üppige Blüte. Nebenbei gibt die Fachfrau gleich Pflegetipps: „Die beste Pflanzzeit ist wegen der Feuchtigkeit der Herbst. Ich empfehle wurzelnackte Rosen.“

Bei der Rosendüngung nutzt sie Hühnermist. „Einfach im Winter auf den Boden geben, dann entfaltet der Dünger langsam seine Wirkung“, sagt Ines Lehmann.

Außerdem eigne sich Pferdemist für die Nährstoffversorgung. Rosen sind Tiefwurzler – aus diesem Grund sollten sie kräftig und nur im Abstand von mehreren Tagen gegossen werden, rät die Expertin aus Blesendorf.

Rambler, das sind die Kletterrosen, gehören ebenfalls zu den Favoriten in ihrem Garten. Dafür hat Ines Lehmann Rankgerüste aus Holz und Metall aufgestellt. „Nach drei bis vier Jahren beginnen Rambler mit schnellem Wachstum.“ Bestes Beispiel ist die gut zehnjährige „Lykke Fund“, eine wuchsfreudige und apricot bis gelblich blühende Rose mit vielen kleinen Blüten.

Die historische Strauchrose „Suaveolens“ passt sich in Sichtweite zum Gartenteich in die Gestaltung ein. Die vielen Hagebutten sind eine Folge der Trockenheit, denn bei Trockenstress bilden die Rosen mehr Früchte. Immer wieder schlagen auch Rosensämlinge als Findlinge ihre Wurzeln in dem Blesendorfer Garten. Das alles ist erwünscht.

Sogar ein himmelblaues Kinderbett bietet der Strauchrose „Fantin Latour“ einen ausgefallenen Platz zum Wachsen. „Die rosa Blüten harmonieren gut mit der Farbe des Kinderbetts“, sagt Ines Lehmann. Wildrosen und historische Apothekerrosen reihen sich ebenfalls ein.

Allerdings sieht Ines Lehmann in der Edelrose „Augusta Luise“ eine Diva. „Wir beide kommen nicht miteinander klar“, räumt sie ein. Da hilft nur eins: Die Diva links liegen zu lassen. Mit Blick auf die Trockenheit in den vergangenen zwei Jahren stellt Ines Lehmann fest: „Das müssen wir zum Thema machen und auch bei der Pflanzenauswahl berücksichtigen.“

Hauseigentümer aus Wittstock und den Ortsteilen können sich bis Montag, 30. September, für die weitere Rosenpflanzaktion sowie für Exemplare der Theodor-Fontane-Rose anmelden. Victoria Juraschek in der Stadtverwaltung nimmt Bestellungen unter Tel. 03394/42 92 12 entgegen.

Zitat:

"Die beste Pflanzzeit ist wegen der Feuchtigkeit der Herbst. Ich empfehle wurzelnackte Rosen."
Ines Lehmann, Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde,
Freundeskreis Wittstock

 

Foto: In der Testphase bei Ines Lehmann: die Edelrose „Ashley“. Quelle: Christamaria Ruch

 
Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde e.V.