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Düfte überall: Alpenveilchen, Gewürzpflanzen und Seltenes bei den Schoebel-Frauen

29.07.2020

Meine erste Gartenreise, unterwegs mit den Wittstocker Rosenfreunden. Diese Reise war von A wie Abfahrt bis Z wie Zeitplan präzise und mit viel Hingabe vorbereitet von Gudrun Kröger. Drei Tage wandelten wir durch Gärten. Jeder Garten auf seine Weise schön und besonders.

Zu meinen Favoriten gehörten die Hofidylle Lavendelblau von Elke Kallfaß in Oldendorf, der Tagliliengarten von Gerald Hohls in Kirchboitzen und die Duft- und Wandelgärtnerei Schoebel in Bergen/Dumme, die zu unserer letzten Station gehörte.

Von der Gärtnerei Schoebel möchte ich berichten. Wir wurden von Mutter und Tochter Schoebel empfangen und erhielten einen ersten Einblick in die Entstehungsgeschichte dieser Gärtnerei, die seit 64 Jahren betrieben wird. Begonnen wurde mit Wildalpenveilchen, die bis heute mit sehr viel Liebe herangezogen werden. In einem Vortrag haben wir erfahren, dass die Pflanzen von der Bestäubung an drei Jahre gepflegt und dann Blüte und Blatt nochmals selektiert werden. Erst dann geht das Veilchen in den Handel. Diese kleinen Blühwunder haben mich sofort eingenommen und acht Veilchen wachsen jetzt in meinem Garten. Wie Karen Schoebel erklärte, versamen sie sich auch alleine. Nun hoffe ich, dass ich in unserem Naturgarten bald eine Wildalpenveilchen-Wiese habe. Auf jeden Fall blühen drei Veilchen schon ganz zart.

Begeistert war ich auch von den Gewürzpflanzen. Uns wurden Pflanzen gezeigt, von denen wir noch nie gehört hatten. Aber geduftet haben diese besonderen Gewächse! Und essen konnte man sie auch. Man muss sehr aufpassen, um sich nicht dem Kaufrausch zu ergeben. Also habe ich mich nur für den Madeirawein entschieden. Diese Pflanze kann man im Sommer klettern lassen, bis zwei Meter hoch macht sie das. Ich bin gespannt, das hat mich begeistert. Und man kann ihre Knollen ernten. Darum heißt sie auch „Basell Kartoffel“. Die Knollen müssen den ersten Frost abbekommen. Wenn ich die Knollen gut einzeln lagere, kann ich sie im nächsten Jahr Anfang Mai auf frischer Erde in den Topf legen, und das Spiel beginnt von vorne. Na, hoffentlich bekomme ich das auch alles so gut hin. Dann kann man auch noch die Blätter wie Spinat oder als Salat zubereiten. Die Blätter haben solche Vorteile wie leberschützende Wirkung, entzündungshemmend, antibakteriell. Auf jeden Fall werde ich mir sehr viel Mühe geben. Das ist doch eine richtige Herausforderung, diesen Madeirawein zu vervielfältigen.

Im Dufthaus mit dem riesigen Sortiment an Duftpelargonien kamen ja nicht nur die Sammler unter uns nicht mehr aus dem Staunen heraus. Ob Gewürz-, Heilpflanzen, Funkien, Sommerblumen, Obstbäume oder besondere Gehölze: Es war eine Freude, durch diese Gärtnerei zu stöbern. Ich habe immer nur gedacht: Welche Leidenschaft muss hinter so viel Schaffenskraft stecken. Zumal uns die beiden Schoebel-Frauen erzählten, sie hatten am Vorabend eine große Familienfeier bis in den Morgen hinein.

Aber wir haben es ihnen auch gedankt: Es sah so putzig aus, wie jedes einzelne „Vereinsröschen“ schwer beladen mit Pflanzen die Gärtnerei verließ.

Die Gärtnerei Schoebel hat auch einen wunderschönen Verkaufsladen. Auch hier waren besondere Angebote zu bestaunen. Zum Beispiel außergewöhnliche Zimmerpflanzen, eine riesige Auswahl an Präsenten. Und die Floristik kam hier auch nicht zu kurz. Meine Gedanken waren: „Hier würde ich immer hingehen, wenn ich ein besonderes Geschenk haben möchte“.

Und für jeden, der auch einmal schauen möchte, hier die Internetseite: https://www.gaertnerei-schoebel.de/aktuelles.html.

Dieser Besuch war ein ganz besonderer Abschluss unserer Gartenreise. Beim Anblick der erworbenen Pflanzen wird wohl jeder von uns gerne an die schöne Gartenreise zurückdenken. Mir geht es auf jeden Fall so. (Elvira Gwozdz)

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Düfte überall: Alpenveilchen, Gewürzpflanzen und Seltenes bei den Schoebel-Frauen

Fotoserien zu der Meldung


Duft- und Wandelgärtnerei Schoebel (15.08.2020)

 
Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde e.V.