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Eine Rose für Wittstock

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Wittstock bekommt eine Kleinstrauchrose von 80 bis 100 Zentimetern Höhe und mit kleinen, gut gefüllten, kirschfarbenen Blüten. Sie wächst bogig überhängend und ist sehr gesund.

 

 

 

 

Wittstock plant nord-ostdeutsches Treffen der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde, Rosenmarkt und Rosentaufe

 

12. Januar 2015:   Sie sind nur eine kleine Gruppe von Unentwegten, aber sie haben sich für dieses Jahr Großes vorgenommen. Die Rosenfreunde Wittstock planen vom 29. bis 31. Mai eine Wochenendveranstaltung ihrer Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde in der Dossestadt und laden außerdem am 30. Mai zur Taufe der Wittstock-Rose ein.

 

 

 

Es gibt gleich zwei Jubiläen, die den Anlass für diese besonderen Aktivitäten geben. In diesem Jahr jährt sich die Städtepartnerschaft zwischen Wittstock und der Rosenstadt Uetersen in Schleswig-Holstein zum 25.  Mal. Genau am 3.  Oktober 1990 war es, als der Vertrag von den beiden Stadtoberhäuptern unterzeichnet wurde. Außerdem begeht der Freundeskreis Wittstock, Teil der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde (GRF), sein 20-jähriges Bestehen.

„Wir wollen dieses Jubiläum im Kreise von Gleichgesinnten feiern und laden deshalb die nord- und ostdeutschen Freundeskreise der GRF vom 29. bis 31.  Mai nach Wittstock ein“, kündigt Freundeskreisleiterin Ines Lehmann an. Diese Treffen finden jährlich in einem anderen Freundeskreis statt. Wittstock ist zum zweiten Mal Gastgeber. Die einst von Konrad Utecht gegründete und seit acht Jahren von Ines Lehmann geleitete Fachgruppe mit derzeit 16  Mitgliedern ist die einzige im Land Brandenburg.

Das dreitägige Programm sieht für die geladenen Gäste vom Vorstand der GRF sowie aus Bremen, Hamburg, Suhl, Bad Langensalza, Delitzsch, Berlin und der Altmark einen Fachvortrag, den Besuch von privaten und öffentlichen Gärten in der Region und einen gemütlichen ländlichen Abend vor.

Tagungsort wird abwechselnd das Hotel Stadt Wittstock und das Sonntagscafé von Petra Puls in Jabel sein. Sie, die ihren Veranstaltungsort nicht ohne Grund „Grüne Oase“ nennt, ist ebenfalls Mitglied der Rosenfreunde und wird sich vor allem um das leibliche Wohl der Gäste kümmern.

Die Teilnehmer werden unter anderem zum Kräuter- und Rosengarten von Cordula Schoenegge nach Buddenhagen fahren, den höchsten hölzernen Aussichtsturm Deutschlands in Blumenthal besuchen und sich natürlich auch die Stadt Wittstock und ihre Rosenpflanzungen ansehen. Auch Ines und Andreas Lehmann laden in ihren Landschaftsgarten nach Blesendorf ein.

Ein besonderes Ereignis erwartet die Gäste am Sonnabend, 30.  Mai. An diesem Tag hat Wittstock das Stadtfest geplant. Auf dem Markt und ringsum wird es ein buntes Programm geben. Die Rosenfreunde reihen sich als Veranstalter ein und planen ab 9  Uhr einen großen Rosenmarkt. Dazu werden renommierte Rosenzüchter wie BKN Strobel, Kordes und Tantau erwartet, aber auch regionale Rosenschulen, wie die von Dirk Bornemann in Putlitz und die Bioland Rosenschule Uckermark. Außerdem werden eine ganze Reihe von Künstlern, Kunsthandwerkern und Produzenten von allerlei schönen Dingen rund um das Thema Rose vor Ort sein. Die Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde wird auf dem Rosenmarkt einen Stand haben, um zu informieren, Fragen zu beantworten, Broschüren zu verteilen und Mitglieder zu werben.

 

 

 

Höhepunkt des Tages aber wird die Taufe der Wittstock-Rosen sein. Vom französischen Züchter Meilland geschaffen, von der anerkannten Markenbaumschule BKN Strobel – die ihren Sitz im Kreis Pinneberg nahe der Stadt Uetersen hat – zur Verfügung gestellt und von der Stadt Wittstock gemeinsam mit den Rosenfreunden im vergangenen April  1  600 mal gepflanzt, soll diese Blütenschönheit dann endlich ihren endgültigen Namen bekommen.

Einige Menschen in Wittstock und der Region hatten sich diese besondere Rose in ihren privaten Garten oder auf ihr Firmengelände geholt und noch mehr haben das Wachsen und Werden der öffentlichen Rosenpflanzungen mit Interesse verfolgt.

Auch bei der Suche nach einem geeigneten Namen beteiligen sich die Wittstocker sehr engagiert. „Es wird eine feierliche Tauf-Zeremonie werden, wie sie in Fachkreise üblich ist und wie sie dem besonderen Anlass auch gerecht wird“, freut sich Ines Lehmann. Schließlich wird in Wittstock – auch wenn es sich auf den Weg zur „Stadt der 1  000  Rosen“ begeben hat –  nicht alle Tage eine Rose getauft. „Der Name allerdings“, fügt die Rosenfreundin hinzu, „wird vorher nicht verraten.“

 

 

Beim öffentlichen Schaupflanzen Anfang April des vergangenen Jahres griff auch Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann zum Spaten. Seitdem haben sich die Wittstock-Rosen gut entwickelt.

 

 

Rosenfreunde denken schon jetzt an die

Taufe der Wittstock-Rose

 

17. Juli 2014:   Es wird eine Taufe geben, wie sie in Rosenkreisen üblich ist. Die Blütenschönheit, die bisher einfach nur Wittstock-Rose genannt wird, soll einen Namen bekommen. Wenn der Freundeskreis Wittstock in 2015 sein 20-jähriges Bestehen begeht – das wird im Rahmen des Wittstocker Stadtfestes sein – soll er verkündet werden. Schon jetzt läuft in der Öffentlichkeit die Suche nach einem geeigneten Namen.

 

 

Natürlich will Wittstock dann den zahlreichen Gästen, die zur Rosentaufe erwartet werden, eine Stadt mit gepflegten und gut stehenden Rosen präsentieren. Und dazu gehören nicht nur die sechs Flächen mit der Wittstock-Rose, die in diesem Frühjahr in den Boden gebracht wurden. Hans-Joachim Mantey, Sachgebietsleiter für Grünanlagen, weist darauf hin, dass es eine Reihe von älteren Beständen gibt, die zum Teil 1995/96 gepflanzt und um 2000 noch einmal überholt wurden.

Dazu gehören unter anderem die Rosen am Kreisel Perleberger/Ecke Kyritzer Straße, in der Rosa-Luxemburg-Straße, auf dem August-Bebel-Platz – wo sich übrigens auch der Gedenkstein für Friedrich Schneider  II befindet – an der Schützenstraße hinter dem Schwedenstein, an der Einfahrt zur Waldringsiedlung, vor der Polizei, auf dem Bauhof sowie im Bereich des Museums. Dazu kommen eine Reihe von Wildrosenflächen. Ab 2000 – als die entsprechende Genehmigung von der Denkmalbehörde vorlag – wurden auch Kletterrosen an der Stadtmauer gepflanzt.

„Die Flächen mit der Wittstock-Rose haben Priorität“, sagt der Grünflächenchef. „Die zwei Mitarbeiter, die sie auch schon gepflanzt haben, sind weiterhin dafür verantwortlich. Bei den vielen Niederschlägen momentan kommen sie aber kaum nach, die Flächen unkrautfrei zu halten.“ Andere Grünflächen werden momentan eher etwas stiefmütterlich behandelt. Die Stadt hat dazu auch Aufträge an Firmen vergeben, weil es mit dem eigenen Personal nicht zu schaffen ist.

Die Rosen in den Ortsteilen werden übrigens von den Bewohnern vor Ort gepflegt. Hans-Joachim Mantey: „Diese Unterstützung ist sehr wichtig, denn das wäre für unsere Leute nicht mehr zu schaffen.“

Die Grünflächen direkt vor dem Hotel „Röbeler Tor“ mit zirka 1  200  Rosen aus der Partnerstadt Uetersen sind vor einigen Jahren dem Besitzer zur Pflege übergeben worden. Offenbar eine gute Entscheidung. Sie sind geradezu vorbildlich in Ordnung gehalten und jetzt zur Blütezeit eine Augenweide.

Überhaupt setzt Jörg Gehrmann bei der Rosenpflege künftig auf die Unterstützung der Wittstocker Einwohner und Unternehmen. „Wir wissen, dass es nicht mit der Anschaffung der Pflanzen getan ist. Sie müssen kontinuierlich gepflegt werden. Dazu sammeln wir in diesem Jahr unsere Erfahrungen“, sagt der Bürgermeister. „Aber im Garten beteiligt sich ja auch die ganze Familie an den Arbeiten. Warum soll es in der Stadt nicht ähnlich sein.“ Er plädiert dafür, mit dem Thema gelassen umzugehen und auch nach unkonventionellen Lösungen zu suchen. (ki)

 

Rosenbeete gelten in Wittstock nicht als Luxus

 

17. Juli 2014:   Die Dossestadt will – weit weg von den Metropolen in einer landwirtschaftlich geprägten, dünn besiedelten Region – als Leuchtturm zu fungieren. Stadtentwicklung ist dort anspruchsvolle architektonische Leistung, aber auch kluge Entscheidungen für das Leben in der Stadt und den immerhin 18  Ortsteilen. Eine lebens- und liebenswerte Stadt soll es sein, von den Menschen als ihr Zuhause angenommen. Dafür engagieren sich nicht nur die Stadtväter und der Bürgermeister mit seiner Verwaltung, sondern auch viele Einwohner, Vereine, Unternehmen und Interessengruppen.

 

 

Mit dem Ziel, Wittstock zur „Stadt der 1  000  Rosen“ zu machen, werden Kräfte auch auf einen Nebenschauplatz gerichtet. Ein Luxus, findet mancher und hebt erstaunt die Augenbrauen. Gäbe es da nicht Wichtigeres?

„Natürlich gibt es immer Wichtigeres, wofür Kräfte und Geldmittel eingesetzt werden könnten“, sagt Bürgermeister Jörg Gehrmann. „Aber ein Luxus ist es in meinen Augen nicht, wenn wir uns darum bemühen, die Stadt schöner und gepflegter erscheinen zu lassen. Das macht vielleicht den Unterschied zu anderen aus, hebt uns heraus.“

Es sind seiner Erfahrung nach oft die kleinen Dinge, die den Ausschlag geben, ob man sich wohl fühlt oder nicht: „Der eine nimmt die Fülle an Rosen direkt wahr und freut sich daran. Ein anderer macht sich darüber keine Gedanken, fühlt sich einfach wohl in einer attraktiven Stadt.“ (ki)

 

Nun muss konkret auch über die Pflege der Rosenflächen gesprochen werden

 

5. April 2014:   Nicht gesprochen wurde beim Schaupflanzen über die Pflege der neuen Rosenflächen in der Zukunft. Doch bekannt ist, dass der Bürgermeister diese Arbeiten gern durch ehrenamtliche Helfer erledigen lassen würde. Wittstocker Unternehmen und Private könnten selbst aktiv werden oder mit einer Geldspende zur Pflege beitragen. Die Rosenfreunde halten das für machbar, weisen aber gleichzeitig darauf hin, dass es einer fachlichen Anleitung bedarf. Wie das Beispiel in der Stadt Pritzwalk zeige, sei der langfristige Erfolg nicht ohne   personellen Aufwand zu sichern. Ines Lehmann: „Die Stadt wird nicht um einen Rosengärtner – in welcher Form auch immer – herumkommen.“
Bis dahin haben Stadt und Rosenfreunde den Wittstockern aber noch eine anspruchsvolle Aufgabe gestellt.  Sie sollen sich an der Suche nach einem geeigneten Namen beteiligen. (ki)

 

Annalena und Felix waren mit der Kamera dabei

 

 

 

5. April 2014:   Beim Schaupflanzen mit dabei waren Annalena Meier und Felix Gratzkowski von der Film AG des Wittstocker Gymnasiums. Gemeinsam mit ihrer Leiterin Silvana Hentschke haben sie sich bereit erklärt, einen Film über die Pflanzaktion und die Entwicklung der Rosen in den kommenden Monaten zu pro-

duzieren. Sie waren mit Kamera und Fotoapparat bereits vor Ort, als die beiden Wohnungsunternehmen GWV und WBG ihre je 200 Rosenpflanzen setzten. Und sie fuhren am 5. April nach dem Schaupflanzen mit Frank Barnitt im Auto des Grünflächenamtes in einige Wittstocker Ortsteile, um dort zu drehen.
„Die Schüler sind mit Begeisterung dabei und freuen sich auf diese schöne Aufgabe“, sagte Silvana Hentschke dazu. Für sie sei es eine gute Möglichkeit, weiter Erfahrungen beim Filmemachen zu sammeln. Gleichzeitig stärke diese Aufgabe ihre Verbundenheit mit der Stadt.
Der Film soll dann zur Taufe der neuen Rosensorte am 30. Juni nächsten Jahres gezeigt werden. Die Rosentaufe wird zentraler Teil eines großen Festes sein, zu dem die Rosenfreunde Gleichgesinnte aus ganz Deutschland erwarten. (ki)

 

 

Bürgermeister Jörg Gehrmann staunt: "So viele Menschen interessieren sich für Rosen!"

 

5. April 2014:   Am Sonnabend, 5. April, war in Wittstock der traditionelle Frühjahrsputz angesagt. Schon um 9 Uhr hatten sich Kultutamtsleiterin Dorothea Stüben, Mitarbeiter vom Grünflächenamt sowie der Bürgermeister mit den Rosenfreunden vor der Schwimmhalle getroffen. Dort waren auf der Fläche, die bereits vor Tagen mit der neuen Wittstock-Rose bepflanzt wurde, noch 13 Pflanzstellen frei geblieben. Mit einer symbolischen Pflanzaktion wollte Jörg Gehrmann am Sonnabend noch mal ein Zeichen setzen.
Zwar klappte es mit der ursprünglich geplanten zeitgleichen Pflanzung in der Partnerstadt Uetersen nun doch nicht. Trotzdem hatte sich die von den Rosenfreunden angeschobene Aktion „Eine Rose für Wittstock“ zu einer Angelegenheit entwickelt, die die Wittstocker bewegt. „Ich staune, wie viele Menschen sich überhaupt für Rosen interessieren. Und es freut mich, dass diese Aktion solch eine große Resonanz gefunden hat“, so der Bürgermeister.
Auch viele Unternehmen, Einrichtungen und private Pflanzenfreunde hatten die Rose bestellt, die vom renommierten Baumschul- und Rosenzuchtunternehmen BKN Strobel in Holm/Schleswig-Holstein gezüchtet und zur Verfügung gestellt wurde.


1 200 Exemplare wurden seit dem 21. März an unterschiedlichen Stellen in Wittstock, in den Ortsteilen, in den Dörfern der Gemeinde Heiligengrabe, auf Grünflächen von Firmen und in privaten Gärten gepflanzt. Weil sie nicht ausreichten, die Nachfrage größer war als erwartet, hatte Rosenfreundin Ines Lehmann noch einmal 300 Pflanzen nachbestellt.
Die letzten 13 wurden am vergangenen Sonnabend beim Schaupflanzen vor der Schwimmhalle in die Erde gebracht. Dorothea Stüben, Kulturausschussvorsitzender und Rosenfreund Dr. Wolfgang Dost, der Bürgermeister und Freundeskreisleiterin Ines Lehmann setzten den Spaten an. Allein dort werden nun zirka 200 Rosen wachsen.


Jörg Gehrmann bekam von den Rosenfreunden bei dieser Gelegenheit auch eine Pflanze für seinen eigenen Garten geschenkt. „Das ist meine erste Rose“, bekannte er. „Bisher habe ich mit Stauden und Gehölzen gestaltet und hatte meine Freude an unterschiedlichen Blattformen und -farben. Jetzt werde ich Erfahrungen mit der Wittstock-Rose sammeln.“


Er würdigte noch einmal die Arbeit von Kerstin Braun und Dietrich Schmook, die sich bei der umfangreichen Rosenpflanzung in den vergangenen Wochen als Spezialisten erwiesen hätten. Gemeinsam hatten Mitarbeiter des Grünflächenamtes und die Rosenfreunde  die Pflanzflächen geplant und vorbereitet. Viele Wittstocker äußerten sich anerkennend über die Sorgfalt und Qualität der Neuanpflanzung. Auch die Rosenfreunde als Fachgruppe waren zufrieden.
„So sind wir unserem Ziel, Stadt der 1000 Rosen zu werden, ein ganzes Stück näher gekommen“, meinte der Bürgermeister. – Wobei streng genommen mit „1000 Rosen“ nicht die Anzahl der einzelnen Pflanzen, sondern die der unterschiedlichen Sorten gemeint ist. Doch das brauche man nicht so genau nehmen, so Jörg Gehrmann weiter, denn es gehe dabei um Wittstock als eine lebenswerte und liebenswerte Stadt. (ki)


Gute Bedingungen für den Einzug

der neuen Rose in Wittstock

 

26. März 2014:   Wie eine echte Königin ließ sie etwas auf sich warten - um die Spannung zu erhöhen. Und dann hatte sie ihren Auftritt. Am 21. März, einen Tag nach Frühlingsbeginn, kam die künftige Wittstock-Rose in der Dosse-Stadt an.

 

Beim öffentlichen Schaupflanzen Anfang April des vergangenen Jahres griff auch Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann zum Spaten. Seitdem haben sich die Wittstock-Rosen gut entwickelt.

 

Es waren 1200 wurzelnackte, kräftige Sträucher einer vollkommen neuen Züchtung, die das renommierte Baumschulunternehmen BKN Strobel zur Verfügung gestellt hat - damit sie nach ihrer Taufe im kommenden Jahr den Ruf der Stadt in ganz Europa verbreite.

Geliefert wurden die Sträucher zur Gärtnerei Gaetke und von dort aus verteilt: 400 sollen in Wittstock selbst gepflanzt werden, je 200 Pflanzen wollen WBG und GWV im Umfeld der von ihnen verwalteten Wohnungen setzen. 200 werden in den Ortsteilen in die Erde gebracht und 100 gehen in die Nachbargemeinde Heiligengrabe.

100 Sträucher haben die Rosenfreunde behalten. „Die sind gegen eine Spende von sieben Euro auch schon alle vergeben: an den Erd- und Wasserbau, an Private und an kleinere Unternehmen“, berichtet Freundeskreisleiterin Ines Lehmann. „Und wir haben noch viele weitere Bestellungen, sodass wir noch einmal nachordern müssen.“

Eine Rose geht sogar nach Suhl zum Leiter des dortigen Freundeskreises, Herrmann Oehring, mit dem die Wittstock Rosenfreunde besonders freundschaftlich verbunden sind. Er hatte sich gewünscht, diese „sehr aparte und farblich interessante Rose“ in seinem Garten zu pflanzen.

Auch die Stadt Wittstock – das war bereits am Dienstag klar – wird 200 Rosen nachbestellen müssen. Zu diesem Zeitpunkt waren Kerstin Braun und Dietrich Schmook von Grünflächenamt der Stadt mit dem Pflanzen schon gut vorangekommen. Sie hatten am Lidl-Kreisel begonnen, und es war zu sehen, dass sie eine solch umfangreiche Pflanzung nicht zum ersten Mal vornahmen. „Der Boden ist gut vorbereitet“, meinte Kerstin Braun, die einst den Beruf der Forstwirtin lernte. Nun ist sie schon seit 15 Jahren bei der Stadt. Im Umgang mit Grün hat sie Routine, und so kann sie einschätzen: „Der Boden brauchte vielleicht noch ein paar Tage, um sich zu setzen, aber die Zeit haben wir nicht mehr. Die Rosen müssen jetzt in die Erde.“ Jede einzelne Pflanze nahm sie zunächst in die Hand, um den Pflanzschnitt zu machen. Sowohl Wurzeln als auch die Zweige wurden dabei leicht gekürzt, damit die Rose besser anwächst.

Hans-Joachim Mantey, Sachgebietsleiter Grünflächen, freute sich über die gute Qualität der Pflanzware. „Wenn sie gepflanzt sind, brauchen die Rosensträucher viel und regelmäßig Wasser“, machte er deutlich. Im Garten würde man die frisch gepflanzten Sträucher anhäufeln. Auf den Wittstocker Flächen zogen die beiden Mitarbeiter um jede Pflanze sorgfältig einen kleinen Gießring aus Erde, damit sie in den kommenden Wochen gezielt Wasser bekommen können.

 

 

So arbeiteten sich die beiden städtischen Mitarbeiter voran, nach der Fläche am Kreisel nahmen sie sich die an der Schwimmhalle, auf dem August-Bebel-Platz, vor der Stadthalle sowie an der Ecke Königstraße/Werderstraße vor. Insgesamt wurden mehr Pflanzen benötigt als theoretisch gedacht. Deshalb also die Nachbestellung.

Am Mittwochnachmittag ließen WBG und GWV ihre Rosensträucher auf einigen Flächen in der Röbeler Vorstadt beziehungsweise im Wohngebiet am Waldring in die Erde bringen – und zwar durch die Gärtnerei Gädke. Auch in einigen Ortsteilen wurde schon gepflanzt. Bei dem günstigen Wetter mag keiner, der etwas von Rosen versteht, noch länger warten. In Zootzen zum Beispiel ist am Sonnabend, 29. März, Frühjahrsputz, dann werden auch die neuen Rosen ihren Platz bekommen.

Und so wird es zum offiziellen Frühjahrsputz der Stadt Wittstock am Sonnabend, 5. April, in sinnvoller Weise nur noch eine Schaupflanzung mit einigen wenigen Sträuchern geben. Sie beginnt um 9.30 Uhr vor der Schwimmhalle.

Die Schüler der Film AG am Wittstocker Gymnasium haben unter der Leitung ihrer Lehrerin Silvana Hentschke in der vergangenen Woche mit den Dreharbeiten rund um die Rosenpflanzung begonnen. Die Rosenfreunde hatten mit der Arbeitsgemeinschaft eine Zusammenarbeit vereinbart (Märker berichtete). Entstehen soll ein Film, der den Einzug der neuen Rose in Wittstock zeigt, also die Pflanzarbeiten, ihre Entwicklung, die Blüte bis hin zur Taufe - die für den 30. Mai 2015 von allen Beteiligten bereits fest eingeplant ist. (ki)

 

 

Pflanzung von 1000 Stöcken der

Wittstock-Rose wird derzeit sorgfältig vorbereitet

 

27. Februar 2014:   Wittstock wird eine eigene Rose bekommen. Anfang Dezember hatten sich die Rosenfreunde dazu mit dem Züchtungsleiter des Baumschul- und Rosenunternehmens BKN Strobel, Armin Eßer, verständigt.

BKN liefert eine neue Rosensorte aus dem eigenen Züchtungssortiment, die der Dosse-Stadt gewidmet werden soll. Es ist eine Kleinstrauchrose von 80 bis 100 Zentimetern Höhe und mit kleinen, gut gefüllten, kirschfarbenen Blüten. Sie wächst bogig überhängend und ist sehr gesund.

 

2500 Stück davon liegen im Kühlhaus von BKN und die Mehrzahl soll in diesem Frühjahr in Wittstock gepflanzt werden. Dazu gab es in den vergangenen Wochen mehrere Absprachen zwischen der Stadt und den Rosenfreunden. Freundeskreisleiterin Ines Lehmann: „Das ist für uns hier eine große Chance, in Wittstock und auch in den Ortsteilen bislang kahle Flächen großzügig mit Rosen zu gestalten. So können wir die Königin der Blumen besser in Szene setzen und die öffentlichen Flächen attraktiver machen.“ Zunächst war es in den Absprachen wichtig, sich genau zu überlegen, wo die Rosen gepflanzt werden sollen. An diesen Stellen muss der Boden sorgfältig vorbereitet werden.

 

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Skizze für die Pflanzfläche auf dem Hang vor der Schwimmhalle.

 

So steht inzwischen fest, dass die noch namenlose Rose im Friedrich-Ebert-Park rechts und links des Weges, in der Königstraße/Ecke Werderstraße hufeisenförmig am Fußweg entlang, am Dosse-Teich auf zwei Flächen, auf dem August-Bebel-Platz, am Kleintierpark nahe der Alten Bischofsburg, an der Stadthalle, am Hang vor der Schwimmhalle, am Schwedenstein sowie auf einer Fläche am Rande des Kreisels vor dem Lidl stehen soll.

Die Stadt wird auf diesen Flächen insgesamt 600  dieser neuen Rosen pflanzen, 200 weitere will die GWV auf ihren Grünflächen platzieren, noch einmal 200 hat die WBG geordert. Der Erd- und Wasserbau hat für eigene Flächen 30  Rosenstöcke bestellt.

400 Rosen sollen nach Absprache mit den Ortsvorstehern in den Ortsteilen platziert werden. Die sollen die Pflanzung in eigener Regie durchführen. Und auch die Gemeinde Heiligengrabe hat Interesse an der Wittstock-Rose signalisiert.

Natürlich wollen auch die Mitglieder des Freundeskreises einige Exemplare dieser Blütenschönheit in ihren Gärten haben. Rosenfreundin Elvira Valerius: „Wir werden einige Pflanzen mehr bestellen, so dass diejenigen Wittstocker, die die neue Rose für ihren privaten Garten oder das eigene Grundstück wollen, die wurzelnackte Pflanze bei uns gegen eine Spende bekommen können.“

 

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Die Skizze von Ines Lehmann als Vorlage für die Pflanzung am Lidl-Kreisel.

 

 

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Die Pflanzfläche am Lidl-Kreisel. Die Witterung Anfang 2014 war günstig, weil mild und frostfrei. Schon Mitte Februar hatte der Bauhof der Stadt Wittstock einen Teil der Pflanzflächen für die Wittstock-Rose vorbereitet. Der Boden wurde tiefgründig ausgetauscht.

 

 

Die Pflanzung der Rosenstöcke liegt den Rosenfreunden sehr am Herzen. Sie planen ein Jahr später, am 30. Mai 2015, ein großes Fest, bei dem die neue Rose einen Namen bekommen soll. Denn sie wird natürlich nicht einfach Wittstock-Rose heißen. Zur Rosentaufe und zum 20-jährigen Bestehen des Wittstocker Freundeskreises sind auch die nord- und ostdeutschen Freundeskreise und der Vorstand der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde nach Wittstock eingeladen. Ines Lehmann: „Wir wollen dann natürlich in der Stadt attraktive Pflanzungen mit der Wittstock-Rose präsentieren und im Einzelnen auch eine Rose, die sich gut entwickelt hat.

Die Rosenfreunde sehen sich also in der Verantwortung – nicht was die Pflanzung selbst angeht, das werden die Gärtnerei Gaetke und die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes erledigen – sondern was die optische Wirkung betrifft.

Für das spätere Erscheinungsbild ist zu beachten, dass die Rose bogig überhängend wächst. Es ist also keine Bodendeckerrose, die dicht an dicht gepflanzt, ganze Flächen bedeckt. Ines Lehmann, studierte Landschaftsgärtnerin, empfiehlt, sie je nachdem, was die Fläche hergibt, bänderförmig zu pflanzen oder in Dreier- und Fünfergruppen. Dazwischen sollen später Begleitpflanzen gesetzt werden. Sie hat für jede einzelne der Pflanzflächen eine Skizze gefertigt, die denjenigen, die dann pflanzen, als Anleitung dienen soll.

Inzwischen hat sie die Rosenstöcke auch bei BKN Strobel verbindlich geordert.

Ines Lehmann weist immer wieder darauf hin, dass jede Rosenfläche Jahr für Jahr ein gewisses Maß an Pflege braucht. Das sei schon beim Wappenbeet mit den Rosen für die Wittstocker Babys deutlich geworden, und es gelte auch für die künftigen Rosenflächen.

 

Gepflanzt werden soll, sobald die wurzelnackten Stöcke in Wittstock angekommen sind und das Wetter es zulässt. Die letzte Pflanzen sollen zum offiziellen Frühjahrsputz der Stadt am 5.  April in den Boden.

Anschließend soll in der Öffentlichkeit auch die Suche nach einem Namen für die Wittstock-Rose anlaufen. Alle Menschen in der Dosse-Stadt, in den Ortsteilen, in den Nachbargemeinden und -städten und überhaupt all jene, die sich angesprochen fühlen, sollen sich nach den Vorstellungen der Rosenfreunde daran beteiligen. Der Name sollte einen Bezug zu Wittstock beziehungsweise zur Region haben und doch so allgemein sein, dass der Züchter sie auch europaweit vermarkten kann. Denn immerhin erfordert es acht bis zehn Jahre züchterische Arbeit, bis eine neue Rosensorte herausgebracht werden kann. Das ist immer auch mit Geld verbunden. Der Aufwand muss sich für BKN Strobel als ein wirtschaftliches Unternehmen beim Verkauf dann auch lohnen. (ki)

 

 

Wittstock bekommt zum Jubiläum der Städtepartnerschaft mit Uetersen eine eigene Rosensorte

 

10. Dezember 2013:   Ursprünglich sollte es eine Überraschung werden. Zum 25-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft in 2015 wollte die Rosenstadt Uetersen den Wittstockern eine eigene Rose schenken. Inzwischen ist viel Bewegung in die Aktion gekommen, sodass es schon längst kein Geheimnis mehr ist.

Eine besondere Rose soll es sein – eine, die den Charme der einstigen Ackerbürgerstadt unterstreicht und die zu den altehrwürdigen Backsteinmauern von Wittstock passt. Keine Edelrose also, sondern eher eine mit einem Hauch Wildcharakter. Darüber waren sich die Rosenfreund schnell einig, als sie von dem Vorhaben erfahren haben. Und natürlich haben sie es sich auch nicht nehmen lassen, aktiv dabei mitzumischen. Denn auch sie hatten – unabhängig von der städtepartnerschaftlichen Aktion – vor fast zwei Jahren Kontakte geknüpft zum Rosenzüchter Kordes und Söhne wegen einer Wittstock-Rose. Der Freundeskreis wollte im 20. Jahr seines Bestehens für 2015 damit ein Zeichen setzen. Mit Züchtungsleiter Thomas Proll waren bei einem Besuch bei Kordes in Sparrieshoop schon im August 2012 Details besprochen worden. Doch Proll hatte nicht sogleich eine geeignete Rosensorte zur Verfügung.

 

Dann kam die Idee der Uetersener Bürgermeisterin Andrea Hansen, den Wittstockern zum 25-jährigen Bestehen der Partnerschaft im Jahr 2015 eine Rose zu schenken, die nur für sie gezüchtet wurde. Sie soll ihren Vorstellungen nach sowohl in Wittstock als auch in Uetersen gepflanzt werden. Das von Andrea Hansen angesprochene Baumschul- und Rosenunternehmen BKN Strobel – mit Sitz in Holm, zirka zehn Kilometer von Uetersen entfernt – hat sich daraufhin an die Arbeit gemacht. Züchtungsleiter Armin Eßer, der auch im fachlichen Beirat der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde sitzt, hat den Kontakt zu den Rosenfreunden Wittstock gesucht – ganz einfach deshalb, weil er der Überzeugung ist, dass die Rosenfreunde als Fachleute vor Ort bei diesem Vorhaben wichtige Ansprechpartner sind. Seit dem Sommer gab es viele Gespräche zwischen Freundeskreisleiterin Ines Lehmann und Armin Eßer.

 

Und am 6. Dezember kam aus Holm die entscheidende Nachricht: BKN Strobel hat aus der Reihe der eigenen Züchtungen eine Rose für Wittstock ausgewählt: eine ADR-Rose, mit dunkelroten, kugeligen Blüten, die bogig überhängend wächst, zirka 80 Zentimeter hoch wird und zur Gruppe der Kleinstrauchrosen gehört. Ines Lehmann: „Wir wissen jetzt endlich, wie sie aussieht und sind froh darüber, dass es eine sehr gesunde Rose ist und dass sie gut zu den Farben von Wittstock passt.“

 

1 000 Stück davon liegen in den Kühlzellen von BKN Strobel bereit. Jetzt kommt auf die Wittstocker einiges an Arbeit zu. Ines Lehmann hatte mit den Rosenfreunden bereits konkrete Vorstellungen erarbeitet über geeignete Flächen, auf denen die Wittstock-Rose stehen könnte. So bieten sich zum Beispiel die Kreisel der Stadt an beziehungsweise die kommunalen Flächen um die Kreisel herum. Ihr Konzept trug sie kürzlich im Kulturausschuss der Stadt vor. Dort hat sie auch deutlich gemacht, dass die Flächen sorgfältig vorbereitet werden müssen. Rosen brauchen einen tiefgründigen und guten Boden. Kulturausschussvorsitzender Dr. Wolfgang Dost: „Das Konzept ist eine solide Grundlage. Jetzt können wir über die Details diskutieren.“ Damit könnte schon nach der Stadtverordnetenversammlung ab 18. Dezember begonnen werden. Und es gibt inzwischen auch einen mit der Stadt weitgehend abgestimmten Zeitplan. Zum Frühjahrsputz am 12. April nächsten Jahres sollen die Rosenstöcke gepflanzt werden. Sie haben dann mehr als ein Jahr Zeit, einzuwurzeln und sich zu entwickeln. Im Sommer 2015 werden sie blühen.

 

Wenn die Stadt Wittstock dann Ende Mai 2015 ihr großes Stadtfest feiert, soll in diesem Rahmen die Rose getauft werden. Ines Lehmann: „Zum 30. Mai 2015 werden wir Gäste aus benachbarten Freundeskreisen, den Vorstand der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde, Rosenzüchter und -anbieter, die Uetersener Partner und einen Taufpaten nach Wittstock einladen und der Wittstock-Rose bei einer feierlichen Taufe ihren endgültigen Namen geben.“

 

Bei der Suche nach einem passenden Namen setzt die Rosenfreundin auf die Unterstützung der Wittstocker und aller Menschen in der Region.

 

Eine Rosenstadt wie Uetersen ist Wittstock mit einer eigenen Rosensorte natürlich noch lange nicht – doch dem Ziel, Stadt der 1 000 Rosen zu werden, auf jeden Fall ein beträchtliches Stück näher gekommen. (ki)

 
 
Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde e.V.