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Blütenschönheit soll Namen Fontanes tragen

28.04.2019

Rosenfreunde Wittstock organisieren Rosentaufe zusammen mit den Städten Neuruppin und Wittstock:

 

Neuruppin bekommt eine eigene Rose. Mit einer feierlichen Zeremonie soll am Freitag, 24. Mai, die Theodor Fontane Rose getauft werden. Die Idee dazu kam von den Rosenfreunden Wittstock, dem einzigen Freundeskreis der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde e.V. im Land Brandenburg.

 

Diese Aktion ist ein Ergebnis der engen Zusammenarbeit der Stadt Neuruppin und der Stadt Wittstock. Die Kommunen haben mit dem Fontane-Jahr zum 200. Geburtstag des in Neuruppin geborenen Schriftstellers beziehungsweise der Landesgartenschau in der Dosse-Stadt Wittstock Ereignisse mit überregionaler Bedeutung zu bieten. Um die zahlreichen Veranstaltungen im Jahresverlauf besser bewerben zu können, haben sie sich zur Kooperation bereit erklärt.

Wir erinnern uns: Zum Anlass des 20-jährigen Bestehens im Jahr 2015 hatten die Mitglieder des Freundeskreises Wittstock der Stadt Wittstock eine eigene Rose geschenkt. Sie wurde mit dem Namen Rosa Wizoka getauft, wobei die alte polabische Bezeichnung für Wittstock berücksichtigt wurde.

Diese guten Erfahrungen will der Freundeskreis nun für die Rosentaufe in Neuruppin nutzen. Sie beginnt am 24. Mai um 13.30 Uhr auf einem Grünareal unmittelbar am Bahnhof West. Die Bürgermeister von Neuruppin, Jens-Peter Golde, und Wittstock, Jörg Gehrmann, werden mit dabei sein, ebenso der Landrat Ralf Reinhard. Die Moderation der Veranstaltung übernimmt Mario Zetzsche, Projektleiter von fontane.200. Auch die Rosenkönigin von Wittstock, Tanja I, hat sich angekündigt. Erwartet werden auch Vertreter vom Verschönerungsverein Neuruppin, Kita-Kinder und interessierte Neuruppiner. Natürlich werden die Rosenfreunde als Initiatoren ebenfalls vertreten sein und nicht zuletzt die Rosenschule Tantau, die die zu taufende Rose gezüchtet und zur Verfügung gestellt hat.

 

Die Taufe selbst wird von zwei historischen Persönlichkeiten vollzogen. Theodor Fontane, alias Wolfgang Trenckler, wird den Krug mit Wasser vom Ruppiner See über die Taufrose halten, Friedrich Schneider II., alias Rosenfreund Kurt Friedl, einen Krug mit Dosse-Wasser. Letzterer lebte etwa zeitgleich mit Fontane in Wittstock und war dort bekanntlich Gymnasiallehrer mit besonderem Hang zum Gartenbau und zu Rosen. Er war es dann auch, der Rosenfreunde und Rosen-Fachleute zusammenbrachte und die Gründung eines Rosisten-Vereins initiierte. Der wurde 1983 in Hamburg gegründet. Die heutige Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde ist unmittelbarer Nachfolger des damaligen Vereins Deutscher Rosenfreunde.

 

Nach der Taufe steigen die Akteure zusammen mit der übrigens orangefarbenen Rose in den Regionalzug nach Wittstock. Dort wird die Theodor Fontane Rose von Kita-Kindern und Wittstockern begrüßt und zu ihrem vorübergehenden Standort in die Blumenhalle gebracht. (ki)

 

Foto: Eine Rose soll auf den Namen Theodor Fontane getauft werden. Quelle: Wikipedia

 
Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde e.V.